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9. ZEIT FORUM WISSENSCHAFT
vom 16. Juni 2003
Immer mehr ältere Menschen und immer weniger junge Beitragszahler stellen den Sozialstaat vor eine Belastungsprobe. Wenn im Jahr 2050 die 60-Jährigen die größte Bevölkerungsgruppe bilden, geraten Renten-, Gesundheits- und Sozialsysteme unter Reformdruck, ebenso wie Arbeitswelt und gesellschaftliches Zusammenleben. Das Forum fragt, wie sich Solidarität zwischen den Generationen organisieren lässt, wenn demografische Verschiebungen nicht mehr Ausnahme, sondern Normalfall sind.
Wie müssen Rente, Gesundheit und soziale Sicherung umgebaut werden, damit der Generationenvertrag trägt? Welche Reformen sind unvermeidlich und welche würden die Lasten nur verschieben? Kann Familienpolitik helfen, Chancen und Verantwortung fairer zu verteilen? Und wie lässt sich die Balance zwischen den Generationen sichern, wenn der demografische Wandel weiter voranschreitet?
Expert:innen diskutieren, ob Deutschland auf eine „vergreiste Republik“ vorbereitet ist oder ob notwendige Entscheidungen zu lange vertagt werden, bis sie nur noch unter Druck möglich sind.
Es diskutieren:
- Prof. Paul Baltes, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
- Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
- Niels Annen, Bundesvorsitzender der Jungsozialisten
- Philipp Mißfelder, Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschland
- Prof. Gert G. Wagner, Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftsforschung und Wirtschaftspolitik an der TU Berlin und Mitglied der Rürup-Kommission
Moderation:
- Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT
- Ralf Krauter, „Forschung aktuell“, Deutschlandfunk
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