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Die vermessene Wissenschaft – Evaluationen, Rankings, Ratings: Nutzen oder Gefahr für die Forschung

19. ZEIT FORUM WISSENSCHAFT

vom 14. November 2005

Die deutsche Universitätslandschaft steht unter wachsendem Rechtfertigungsdruck. Freiräume für Forschung und Kreativität werden enger, weil Ministerien, Förderer und Medien Leistung vergleichen und sichtbar machen wollen. Damit wächst der Einfluss von Evaluationen, Rankings und Ratings – bis hinein in die Finanzierung, die zunehmend an Publikationen und Drittmittel gekoppelt wird. Viele Wissenschaftler:innen klagen, dass der Aufwand für Leistungsbewertungen Zeit kostet und Anreize verschiebt: weg vom Wagnis, hin zum Messbaren. 

Wie verlässlich sind die Kriterien, nach denen Forschung bewertet wird? Fördern Rankings Qualität oder produzieren sie Konformität und Kurzfristigkeit? Was passiert mit interdisziplinärer Arbeit, mit „langsamen“ Ideen und mit Bereichen, die sich schlecht in Kennzahlen übersetzen lassen? Und wie viel Steuerung verträgt Wissenschaft, ohne ihre produktiven Freiräume zu verlieren? 

Expert:innen diskutieren, ob die „Vermessung“ der Forschung zu mehr Transparenz und Qualität führt oder ob sie am Ende genau das gefährdet, was sie schützen soll. 

Es diskutieren:

  • Wedig von Heyden, Generalsekretär des Wissenschaftsrats 
  • Prof. Dr. Stefan Hornbostel, Gründungsdirektor des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 
  • Prof. Dr. Detlef Müller-Böling, Leiter des Centrums für Hochschulentwicklung 
  • Prof. Dr. Elmar Tenorth, Lehrstuhl für Historische Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin 
  • Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer Deutsche Telekom Stiftung 

Moderation:

  • Martin Spiewak, Ressort Wissen, DIE ZEIT 

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