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18. ZEIT FORUM WISSENSCHAFT
vom 24. Oktober 2005
Wer gefragt wird, wie er sterben möchte, wünscht sich meist einen friedlichen Tod zu Hause. Doch viele Menschen sterben anders: im Krankenhaus, ärztlich versorgt, manche durch Technik und Maschinen am Leben gehalten. Zwischen medizinischen Möglichkeiten und menschlichen Grenzen stellt sich damit eine der schwierigsten Fragen überhaupt: Wie kann der letzte Lebensabschnitt so gestaltet werden, dass er den Bedürfnissen und Wünschen der Betroffenen entspricht und nicht allein den Routinen eines Systems?
Wie weit kann Selbstbestimmung am Lebensende gehen? Wie sinnvoll ist es, Menschen künstlich am Leben zu erhalten? Wer trägt Verantwortung, wenn Patient:innen selbst nicht mehr entscheiden können? Leistet die Patientenverfügung einen Beitrag zum humanen Sterben oder verschiebt sie Grenzen in Richtung aktiver Sterbehilfe?
Expert:innen diskutieren, wie Palliativmedizin, Ethik und Recht zusammenwirken müssen, damit Würde nicht nur ein Anspruch bleibt, sondern Praxis werden kann.
Es diskutieren:
- Prof. Hanfried Helmchen, ehem. Geschäftsführender Direktor der Psychiatrischen Klinik und Poliklinik der Freien Universität Berlin; Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
- Rob Jonquière, Vorsitzender der Niederländischen Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende (NVVE), Amsterdam
- Prof. Eckhard Nagel, Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften, Universität Bayreuth; Mitglied des Nationalen Ethikrates
- Prof. Lukas Radbruch, Direktor der Klinik für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Aachen
- Brigitte Zypries, Bundesministerin der Justiz
Moderation:
- Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT
- Ulrich Blumenthal, Redaktionsleiter „Forschung aktuell“, Deutschlandfunk
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