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16. ZEIT FORUM WISSENSCHAFT
vom 08. April 2005
Nach der OECD-Lehrerstudie stehen Deutschlands Lehrerinnen und Lehrer in der Kritik: überbezahlt, überaltert, unmotiviert zur Fortbildung so der Tenor. Besonders junge Lehrkräfte starten oft schlecht gerüstet in den Beruf: viel Theorie, wenig Praxis, und dann die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler aus dem PISA-Jammertal zu führen. Damit rückt die Lehrerbildung ins Zentrum der Bildungspolitik auch vor dem Hintergrund der Föderalismusdebatte.
Muss das Lehramtsstudium kürzer und praxisnäher werden? Sollten Praktika, auch in Betrieben, für angehende Lehrkräfte selbstverständlich sein? Und wie lassen sich Ausbildung, Qualität und gegenseitige Anerkennung der Abschlüsse so organisieren, dass Reformen nicht nur diskutiert, sondern umgesetzt werden?
Expert:innen diskutieren, ob Deutschland bei der Lehrerbildung vor allem neue Modelle braucht oder endlich den Mut, Konsequenzen daraus zu ziehen.
Es diskutieren:
- Prof. Reiner Lehberger, Institut für Schulpädagogik, Universität Hamburg
- Prof. Manfred Prenzel, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften, Universität Kiel; Leiter der deutschen PISA-Studie 2003
- Enja Riegel, ehem. Direktorin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden; Autorin („Schule kann gelingen“)
- Andreas Schleicher, Leiter der Abt. für Bildungsstatistiken und Analysen, OECD
- Prof. E. Jürgen Zöllner, Wissenschaftsminister in Rheinland-Pfalz
Moderation:
- Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT
- Ulrich Blumenthal, Redaktionsleiter „Forschung aktuell“, Deutschlandfunk
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