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12. ZEIT FORUM WISSENSCHAFT
vom 08. März 2004
Kants Philosophie wirkt bis in die Gegenwart: seine Kritiken der reinen und praktischen Vernunft, seine Idee von Freiheit und moralischer Verpflichtung – und nicht zuletzt sein Entwurf zum „ewigen Frieden“. In einer Zeit, in der Konflikte globaler werden und Maßstäbe ethischen Handelns zu verrücken scheinen, stellt sich die Frage, wie viel Orientierung im Denken des Königsberger Philosophen noch steckt. Das Forum diskutiert, welchen Einfluss Kants Ideen auf das zeitgenössische Denken haben und ob sie als Leitplanken taugen, wenn Gewissheiten brüchig werden.
Inwieweit sind Kants Erkenntnisse heute noch gültig? Wie weit tragen seine Begriffe von Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde in die Gegenwart? Und was bedeutet „ewiger Frieden“ in einer Welt, die diesen Anspruch immer wieder enttäuscht?
Expert:innen diskutieren, ob Kant ein zeitloser Maßstab bleibt oder ob seine Philosophie erst im Streit mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ihre Aktualität beweisen muss.
Es diskutieren:
- Prof. Dr. Volker Gerhardt, Institut für Philosophie, Humboldt-Universität zu Berlin, Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
- Bischof Prof. Dr. Wolfgang Huber, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
- Prof. Dr. Wolfgang Kersting, Philosophisches Seminar, Universität Kiel
- Dr. Hermann Scheer, MdB, Präsident von EUROSOLAR e.V., Träger des Alternativen Nobelpreises (1999)
Moderation:
- Dr. Theo Sommer, Editor-at-Large, DIE ZEIT
- Ralf Krauter, Redakteur „Forschung aktuell“, Deutschlandfunk
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