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10. ZEIT FORUM WISSENSCHAFT
vom 06. Oktober 2003
Die neueste OECD-Studie über den Bildungsstand in Deutschland liefert wieder Zündstoff: kritisiert werden ein niedriger Anteil an Hochschulabsolventen und ein Mangel an Höchstqualifizierten. Doch mit „Eliten“ tut sich Deutschland schwer. Seit Jahrzehnten wird Chancengleichheit im Bildungswesen propagiert – zugleich zeigen Studien, dass gleiche Chancen für alle oft Illusion bleiben. Noch immer entscheidet soziale Herkunft in hohem Maß über Bildungswege und Karriere.
Was folgt daraus für Schulen, Hochschulen und Förderung? Wie lässt sich Spitzenleistung entwickeln, ohne gesellschaftliche Durchlässigkeit weiter zu schwächen? Und welche Formen von Elitenförderung wären legitim und wirksam?
Expert:innen diskutieren, ob Deutschland Elitenförderung und Chancengleichheit zusammenbringen kann oder ob das Bildungssystem Ungleichheit eher vererbt, als sie zu korrigieren.
Es diskutieren:
- Steve McClain, Vice Provost and Director, The Johns Hopkins University European Office Berlin
- Prof. Michael Hartmann, Professor für Soziologie (Elitenforschung), Technische Universität Darmstadt, Autor von „Der Mythos von den Leistungseliten“
- Prof. Hein Kötz, Präsident der Bucerius Law School, Hamburg
- Prof. Herfried Münkler, Institut für Sozialwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin, Leiter der Arbeitsgruppe „Eliten-Integration“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
- Ministerin Prof. Dr. Dagmar Schipanski, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Thüringen
Moderation:
- Ralf Krauter, Deutschlandfunk
- Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT
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