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1. ZEIT FORUM WISSENSCHAFT
vom 15. Oktober 2001
Die BSE-Krise der 1990er-Jahre hat das Vertrauen in Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und staatliche Kontrollen erschüttert. Seither wurden Kontrollen ausgebaut, Produktionsketten verändert und Risiken neu bewertet. Doch ist die Gefahr heute tatsächlich gebannt? Noch immer erkranken täglich tausende Tiere und in Großbritannien treten Fälle einer neuen Variante auf. Was bedeutet das für Verbraucher:innen, und was für die Tierhaltung, die Futtermittelproduktion und die medizinische Risikobewertung? Das Forum nimmt die wissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen der ersten Krise in den Blick und fragt nach dem Stand der Vorsorge heute.
Wie sicher sind unsere Lebensmittel? Was haben Politik, Forschung und Industrie aus der ersten BSE-Krise gelernt und wo wurden Konsequenzen nur angekündigt, aber nicht umgesetzt? Reichen die bestehenden Maßnahmen, um neue Erreger oder vergleichbare Risiken frühzeitig zu erkennen? Und: Wie geht man mit Unsicherheit um, wenn sich mögliche Schäden erst Jahre später zeigen?
Expert:innen diskutieren, ob BSE „vorbei“ ist oder ob die nächste Krise bereits angelegt sein könnte und welche Folgen das für Gesundheitsschutz, Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft hätte.
Es diskutieren:
- Ministerin Bärbel Höhn, Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW
- Prof. Dr. Hans A. Kretzschmar, Leiter des Instituts für Neuropathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und Vorstand des Bayerischen BSE-Forschungsverbundes
- Karl Ludwig Schweisfurth, Gründer der Herrmannsdorfer Landwerkstätten
- Prof. Dr. Lothar Willmitzer, Geschäftsführer des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie in Golm und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Moderation:
- Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT
- Eva Maria Götz, Deutschlandfunk
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